Vom Kursabschluss zum Geschäftserfolg

Entdecken Sie gemeinsam mit Roman Muth, CTO bei Scheer IMC, die neuesten Erkenntnisse aus dem State of Learning Technology Report 2026

Der State of Learning Technology Report 2026 markiert einen entscheidenden Wendepunkt: Beim Corporate Learning geht es nicht mehr rein um die Verwaltung von Inhalten, sondern darum, messbare geschäftliche Erfolge zu erzielen. Während Unternehmen verstärkt auf KI-gestützte Services und konsolidierte Tech-Stacks setzen, hat sich die Herausforderung gewandelt: Es geht nicht mehr nur darum, mehr und mehr Technologien zu integrieren, sondern sie in komplexen Unternehmens-Ökosystemen wertschöpfend einzusetzen.

 

Um zu zeigen, wie L&D-Verantwortliche diesen Wandel gestalten können, haben wir mit Roman Muth, CTO bei Scheer IMC, über die wichtigsten Ergebnisse des Berichts gesprochen: Im Q&A erläutert er, warum die technische Infrastruktur hinter den Daten oft der größte Engpass für den ROI ist und wie die Sichtbarkeit von Skills in einen strategischen Vorteil verwandelt werden kann. Erfahren Sie, wie Sie die reine Aktivitätsmessung hinter sich lassen und ein nachhaltiges, ergebnisorientiertes Betriebsmodell etablieren.

1. Wenn Sie den diesjährigen Report in einem einzigen Trend zusammenfassen müssten: Welcher wäre das und warum ist er gerade jetzt so wichtig?

Heutzutage geht es darum, KI-Services zu liefern, die einen echten Unterschied bewirken. Kunden geben sich nicht mehr mit dem bloßen Hype zufrieden; sie erwarten von den neuen Technologien greifbare Ergebnisse und einen klaren Mehrwert für das Unternehmen.

2. Wir beobachten, dass Learning Stacks sich zunehmend um ein zentrales "LMS-Rückgrat" konsolidieren. Was treibt diese Entwicklung voran und welche Fehler machen Unternehmen bei dem Versuch ihre Systeme zu vereinfachen?

L&D-Verantwortliche brauchen heute einen vollständigen Überblick über alle Lernaktivitäten, den aktuellen Status sowie eine Übersicht für die zukünftige Planung und Bedarfe. Ein zentrales LMS bündelt diese Informationen und stellt die notwendigen Services bereit. Daher ist es in einer verteilten Systemarchitektur deutlich schwieriger, Daten sinnvoll zu aggregieren und auf dieser Basis globale Entscheidungen zu treffen.

3. Die Erfolgsmessung verschiebt sich von reinen Aktivitäten hin zu Ergebnissen. Wie gelingt das erfolgreich in der Praxis und was ist der erste Schritt dorthin?

Letztendlich dient Training dazu, die Produktivität zu steigern und das Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. Dies gelingt einerseits, wenn Kunden jederzeit sehen können, welche Skills und Kompetenzen im Unternehmen vorhanden sind. Andererseits müssen Unternehmen proaktiv ableiten können, welche Trainings in Zukunft nötig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

4. Laut Report wird der ROI weniger durch mangelnden Willen als vielmehr durch die technische Infrastruktur blockiert. Wo bleiben Unternehmen am häufigsten stecken? Bei den Daten, der Abstimmung oder den Skills?

Die Verknüpfung von Daten aus verschiedenen Business-Systemen ist die größte Hürde. Um beispielsweise den Zusammenhang zwischen einem Verkaufserfolg und dem Abschluss eines Trainingsmoduls aufzuzeigen, wird nicht nur die technische Schnittstelle benötigt, sondern auch das Verständnis dafür, wie diese Daten aus Vertrieb und Training inhaltlich zusammenhängen.

5. Skill-Programme sind mittlerweile im Mainstream angekommen, aber die Sichtbarkeit dieser Skills bleiben ein Engpass. Welche zwei oder drei Bausteine sollten Führungskräfte etablieren, um Skills wirklich nutzbar zu machen?

Skills müssen nicht nur konkret Rollen und Karrierepfaden zugeordnet werden, sondern sie müssen auch für die Mitarbeitenden transparent sein und regelmäßig aktualisiert werden. Eine Gap-Analyse hilft dabei, die nächsten Karriereschritte fundiert zu planen und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.

6. Blended Learning wird zum Standardmodell. Was muss sich im Design der Lernerfahrungen ändern, wenn Lernen verstärkt im Arbeitsalltag stattfinden soll?

Wir bewegen uns weg von der klassischen Kurskonzeption hin zu eingebetteten „Learning Nuggets“, die genau dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden. L&D muss kontextbezogene und nutzerspezifische Inhalte direkt in der Arbeitsumgebung der Mitarbeitenden bereitstellen – statt in einer isolierten Umgebung, in der man sich erstmal umständlich separat anmelden muss.

7. Was unterscheidet Implementierungen, die erfolgreich skalieren, von solchen, die ins Stocken geraten – insbesondere in großen Konzernen?

Die nahtlose Integration in die bestehende Infrastruktur ist der entscheidende Faktor. Das System muss für alle Nutzer leicht zugänglich sein. So schafft man auch eine durchdachte Trainings- und Kommunikationsstrategie, die sowohl für den Rollout als auch für die dauerhafte Nutzung essenziell ist.

8. Wenn ein L&D-Verantwortlicher diesen Bericht liest und in den nächsten 90 Tagen nur drei Dinge tun kann: Welche sollten das sein?

Wenn ich nur drei Dinge umsetzen könnte, würde ich diese drei Schritte empfehlen:

  1. Bereiten Sie sich auf eine intensivere KI-Nutzung vor und führen Sie einen „AI Readiness Check“ durch.

  2. Schaffen Sie die Verknüpfung von Lerndaten mit Geschäftsdaten, um den Wertbeitrag konkret sichtbar für das Unternehmen zu machen.

  3. Geben Sie Ihren Mitarbeitenden eine Übersicht über ihre aktuellen Skills und die Kompetenzen, die in Zukunft von ihnen erwartet werden.